Die Zukunft des Lichts

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Unter dem Motto "Licht und Gesundheit" stand das bereits 5. Nachhaltige Kamingespräch am 16. Juni 2010 im Steinschalerhof. Referent war diesmal, der extra aus Deutschland angereiste, Jürgen Kretschmann, Spezialist in Sachen künstliches Licht. Rund 30 interessierte Gäste konnten sich über die Zusammenhänge von Kunstlicht und Gesundheit informieren.

Dass Glühbirnen ein Auslaufmodell sind, ist uns mittlerweile allen bewusst. Weniger bekannt ist allerdings die Tatsache, dass sich die dafür verantwortliche EU-Richtlinie nicht explizit gegen Glühbirnen und für Energiesparlampen ausspricht. Richtig ist hingegen, dass stufenweise bis 2016 energieverschwendende Beleuchtungsmittel nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen. Da bei der Glühbirne extrem viel Energie als Wärme verlorengeht, ist sie natürlich als erste von dieser Richtlinie betroffen. Die wesentlich sparsameren Energiesparlampen haben dagegen den großen Nachteil, dass sie Quecksilber enthalten und daher als Sondermüll entsorgt werden müssen.

Die Beleuchtungstechnologie der Zukunft, ist Jürgen Kretschmann überzeugt, heißt daher LED (Light Emitting Diode). Die Vorteile liegen auf der Hand. LEDs sind noch um einiges sparsamer als Energiesparlampen und sie haben eine extrem hohe Lebensdauer, da sie unempfindlich gegen Erschütterungen sowie gegenüber Ein- und Ausschalten sind. Dies hilft unteranderem Müll zu vermeiden. Weiters sind gute LEDs flimmerfrei und können alle Farbbereiche der Sonnenlichtes wiedergeben. Einzig Infrarotlicht und UV Licht sind im LED-Licht nicht enthalten. Dieser Umstand macht die LEDs auch zur idealen Lichtquelle für Straßenbeleuchtungen. Die herkömmlichen Straßenlaternen ziehen durch ihren UV-Licht Anteil unzählige Insekten an, die am heißen Leuchtkörper verbrennen. So entstehen gewaltige Ungleichgewichte im Ökosystem.

Langfristig betrachtet, sind LEDs im gewerblichen Bereich bereits heute die sinnvollste Alternative. Für den privaten Bereich stecken die angebotenen Produkte derzeit noch eher in den Kinderschuhen. Doch der Markt boomt und für die nächsten Jahre sind große Entwicklungsschritte zu erwarten. Für den Endkunden ist es wichtig zu erkennen, dass eine LED nicht einfach eine kleine, sparsame Glühbirne ist. Sie erfordert ein völliges Umdenken im Umgang mit Kunstlicht und bietet uns im Gegenzug bislang nicht denkbare Möglichkeiten was Gestaltung, aber auch was Gesundheit und Wohlfühlen unter Kunstlicht bedeutet.

Im Anschluss an den Vortrag bedankte sich Hausherr Hans Weiß beim Gastreferenten und bei den Kooperationspartnern der Steinschaler Nachhaltigen Kamingespräche: der Raiffeisenbank Region St. Pölten und dem Wifi Niederösterreich. Die Kamingespräche gehen nun in Sommerpause, doch bereits im September gibt es Gelegenheit erneut eine zukunftsweisende Technologie hautnah kennenzulernen. Am Dienstag, den 28. September, dreht sich im Steinschaler Dörfl in Frankenfels alles um Elektro Mobilität. In Kooperation mit der Eco Plus stehen dann verschiedene Fahrzeuge mit Elektroantrieb zum Ausprobieren bereit.

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