Inhaltsstoffe der Dirndl

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Gesundheit trifft Dirndl

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Dirndl - die regionale Genussfrucht
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Dirndlfrüchte

Die Dirndl kann mit Fug und Recht als sehr gesund bezeichnet werden.
Warum wird hier erläutet.

Dirndlfrucht zeichnet sich aus

Dirndlfrüchte in Hand

durch:

  • hohen Vitamin C-Gehalt
    • ca. das Dreifache von Zitronen (auf das Fruchtgewicht bezogen)
  • hoher Gehalt an Biophenolen:
    • das sind echte Radikalfänger - also effiziente Antioxidantien.
  • wenig Zucker - max bis 9,5% (reife Frucht)
  • kein Fettgehalt im Fruchtfleisch
Dirndlblüte mit Schnee - angepasst und reich an Inhaltsstoffen

Bisher sind nur wenige pharmakologische und biochemische Details der Dirndln (Cornus mas) bekannt, obwohl dieses Wildobst seit der Antike bekannt ist und man seit Langem gesicherte Daten über Heilwirkungen hat.

Fructus corni

Dirndlblüte beim winterlichen Steinschaler Teich

Cornus mas ist in der Heilkunde unter dem Drogennamen „Fructus corni“ bekannt. Interessanterweise wurde vor allem immer die Frucht verwendet, obwohl auch in Blättern, Blüten und der Rinde Wirkstoffe enthalten sind.

Namen wie „Ruhrkirsche“ und „Ruhrbeerenstrauch“ deuten auf Nutzung der Pflanze vor allem als Mittel gegen die früher so gefürchtete „Rote Ruhr“ hin, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Das heißt, bereits unsere Vorfahren erkannten, dass diese Pflanze antibakterielle Wirkstoffe enthält, die aber bis heute noch nicht voll analysiert worden sind.

Aber auch andere Wirkungen wurden beobachtet, wie z.B. adstringierende Eigenschaften und stopfende Wirkung bei Durchfällen. Auch gegen Übelkeit wurden Fruchtsaucen gerne verwendet. Beerenauszüge – auch in Wein – helfen bei Magenbeschwerden und Nierensteinen und Bäder aus Rinde, Holz und Blättern sind gut gegen Gicht. Geröstete Kerne enthalten teilweise wasserlösliche, nach Vanille schmeckende und duftende Substanzen.

Das sind Ligninbausteine, die aus derivatisierten Aromaten bestehen. Einige von ihnen wirken entzündungs- und tumorhemmend im Darm. Pulverisierte geröstete Kerne ergeben einen optimalen Kaffeezusatz. Der Vanilletouch des berühmten Alt-Wiener Kaffees kommt davon.

Weitere Wirkstoffe

Verschneiter Dirndlblütenast - an das Klima angepasst -  März
Reif auf den frotsfesten Dirndlknospen im Winter

Weitere Wirkstoffe ind er Dirndlfrucht:

In den Blättern:

  • Campherol
  • Ellagsäure
  • Gallussäure
  • Procyanidin
  • Quercetin und Rutin

In den Blüten: Ellagsäure, Gallussäure, Rutin, Stearinsäure, Tannin, Ursolsäure

  • In den Früchten:

Elainsäure, Fruchtsäuren (vor allem Äpfelsäure), Zucker (vor allem Glucose und Fructose), Vitamine (vor allem Vitamin C), Schleimstoffe, Gerbstoffe, Fruchtester

  • Antioxidantien: (z.B. die Anthocyane, das sind Farbstoffe, die zur Vitamin P Gruppe zählen). Sie wirken als Schutzfaktoren bei Entzündungen und Verletzungen der Schleimhäute und Blutgefäße, besonders bei Gastritis und Krampfadern.

Die Dirdlfrüchte enthalten nur wenig Pektin.

  • In den Kernen:

Spaltprodukte von Lignin (Entzündungshemmer im Darmtrakt), Linolsäure, Linolensäure

Zusätzliche Wirkungen der oben angeführten Substanzen: Campherol (Kaempferol):

aus [1]: Kaempferol may have antitumor activities (Zhang Y, Chen AY, Li M, Chen C, Yao Q., Ginkgo biloba extract kaempferol inhibits cell proliferation and induces apoptosis in pancreatic cancer cells. J Surg Res. 2008 Jul;148(1):17-23. Epub 2008 Mar 26)

Kaempferol protects ischemia/reperfusion-induced cardiac damage through the regulation of endoplasmic reticulum stress. (Kim DS, Ha KC, Kwon DY, Kim MS, Kim HR, Chae SW, Chae HJ, Immunopharmacol Immunotoxicol. 2008;30(2):257-70.)

Ellagsäure: [2]

Die Ellagsäure gehört zur Gruppe der Polyphenole und kommt als Tannin mit Konzentrationen bis zu 1% in verschiedenen Pflanzen vor. Besonders reich an Ellagsäure sind Himbeeren, Granatäpfel und Walnüsse. Gemeinsam mit der Gallussäure findet sich die Ellagsäure in Rosengewächsen. Anwendung: Antioxidans, Prostata Adenom / Benigne Prostatahyperplasie (BPH), unterstützend in der Onkologie

Antioxidans

Köstlich und Gesund: Dirndleis

Procyanidin (procyanidin oligomeric proanthocyanidin (OPC), pycnogenol, leukocyanidin):

Beispiel für Wirkstoffe der Procyanidine

Studien des Pasteur-Institutes und des Huntington-Institutes ergaben, das OPC nicht toxisch, nicht karzinogen (krebserregend) und nicht mutagen (Erbanlagen verändernd) wirkt. Im Gegensatz zu den Flavonoiden verbindet sich OPC mit Proteinen, besonders mit Kollagen. Anne Somin berichtet in "Das OPC Gesundheitsbuch" (erschienen 1998 im Scherz Verlag) von brüchigen und durchlässigen Kapillaren als Folge von OPC-Mangel, mit all den damit verbundenen Folgekrankheiten und nennt bei ausreichender Zufuhr eine um das zwanzigfach höhere antioxidative Wirkung als die von Vitamin C und das 40-50fache Wirkungspotential von Vitamin E sowie die Verringerung eines zu hohen Cholesterinspiegels.

Des Weiteren bewirkt OPC eine Stärkung der Blutgefäße und damit eine Verhinderung von Herz- und Kreislauferkrankungen, da es sich - im Gegensatz zu Vitamin C - an Protein, besonders an Kollagen und Elastin bindet und die Widerstandsfähigkeit der Blutgefäße bereits in 24 Stunden verdoppeln kann. Ferner werden als Folge von OPC-Zusatzgabe genannt: Erhöhte Blutzirkulation, verstärkte Belastbarkeit, Verbesserung der Gedächtnisfunktion, Verlangsamung des Alterungsprozesses, Verhinderung von Karies und arthritischen Entzündungen sowie Stärkung des Immunsystems.

Antikarzinogene Wirkung

Quercetin: Hervorzuheben ist dabei die antikarzinogene Wirkung, welche hauptsächlich auf das antioxidative Potenzial zurückzuführen ist.

Quercetin wirkt wie die Vitamine A, C und E als Radikalfänger, der genaue Ablauf der Oxidations-Inhibierung in vivo wird allerdings noch diskutiert. Quercetin is a powerful antioxidant. It is also a natural anti-histamine, and anti-inflammatory. Research shows that quercetin may help to prevent cancer, especially prostate cancer.

Rutin: Rutin

Antioxidative Wirkungen auf den Menschen sind, wie bei vielen Flavonoiden, nachgewiesen; Ansatzpunkte des Rutin sind insbesondere die Blutgefäße und der Darm, es ist in der Lage, gelöstes Vitamin C, z. B. in Fruchtsäften zu stabilisieren. Rutin schmilzt bei einer Temperatur um 200 °C. Durch Abspaltung des Zuckerrests entsteht Quercetin. Rutin bildet mit Metallionen Komplexverbindungen, insbesondere mit Eisen, Kupfer und Aluminium; es sollte daher nicht in solchen Behältern aufbewahrt werden. Allgemein geht Rutin ähnliche Reaktionen ein wie die anderen Flavonoide auch.

Es gibt eine klinische Studie mit 69 Patienten, die die Wirksamkeit von Rutin bei Schwangerschaftsödemen zu belegen scheint. Mehrere Fälle einer Heilung von Purpura, einer Gefäßkrankheit, mittels oraler Gabe von Rutin und Vitamin C sind bekannt. Im Tierversuch wirkt es entzündungshemmend bei chemisch erzeugter Colitis, und zwar noch in Konzentrationen von 0,01 Prozent im Futter.[11][12][13][14] Im Jahr 2002 waren jedoch auch fünf Fälle bekannt, die nach Einnahme von Rutin eine Darmvenen-Entzündung (Phlebitis) entwickelten, eine sonst seltene Krankheit.[15]

Rutosid (Rutin) und Troxerutin sind als Wirkstoff in Antihämorrhagika und Venentherapeutika zugelassen.

Tannin:

  • Corilagin

Blähende und stopfende Wirkung, Behinderung der Resorption von bestimmten Arzneistoffen (z. B. Digitalis) durch die Darmschleimhaut, Behinderung der Resorption von Eisen (Schwarzer Tee, Kaffee)

Ursolsäure:

In-vitro-Cytotoxizitätstests: Hemmkapazität gegenüber dem Wachstum von menschlichen Krebszellen, Ursolsäure spezifisch gegenüber Lungenkrebs- und Leukämiezellen.

ernaehrungs-umschau.de-Urolsäure

Elainsäure:

  • Ölsäure
    • Elaidinsäure ein Trans-Isomer der Ölsäure

Außer den diversen Heilwirkungen gibt es aber noch zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten für Cornus mas im Genussbereich:

Aus vollreifen Früchte:

  • vitaminreiche Rohkost
  • als Tiefkühlprodukte verarbeitbar (Früchte, Mus, …)
  • Trockenprodukte aus der Dirndl
  • Säfte, Süßmost
  • Liköre, Wein
  • Dirndl-Schnaps
  • in Alkohol eingelegte Früchte
  • in Essig eingelegte Früchte
  • Dirndl Oliven
  • Dirndlsaft, Gelee, Konfitüre (hier sind Pektinzusätze nötig)
  • Mischfruchtmarmeladen mit säurearmen Früchten wie Apfel, Birne, Zwetschke, Holler, Melone, Kürbis, …

Aus gerösteten pulverisierten Kernen:
Kaffeezusatz (verbessert den Geschmack, reduziert die Wirkung der Kaffeereizstoffe (z.B. Chlorogensäure)

Text: Prof. Fritz Pittner

Zitatstellen sind beim Autor erfragbar.
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