Holzknechtsterz (Incentive): Unterschied zwischen den Versionen

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Holzknechtsterz ist ein altes traditionelles Essen der Waldarbeiter im Dirndltal. Es wurde schon vor mehr als 300 Jahren von den Holzknechten zur Verpflegung im Wald gekocht. Damals sind die Waldarbeiter am Montag in den Wald zur Arbeit gegangen und haben dort in einfachsten Unterkünften bis Samstag gelebt. Am Samstag abend ging es wieder nach Hause - nicht immer - man blieb auch fallweise 2 Wochen im Wald.   
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Holzknechtsterz ist ein altes traditionelles Essen der Waldarbeiter im Dirndltal. Es wurde schon vor mehr als 300 Jahren von den Holzknechten zur Verpflegung im Wald gekocht.  
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Die Holzknechte arbeiteten meist von Montag bis Samstag je 12 Stunden lang.
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Damals sind die Waldarbeiter am Montag in den Wald zur Arbeit gegangen und haben dort in einfachsten Unterkünften bis Samstag gelebt. Diese Unterkünfte mussten vor allem winterdicht sein. Am Samstag abend ging es wieder nach Hause - nicht immer - man blieb auch fallweise 2 Wochen im Wald.   
 
Da war ein einfach zubereitbares, aber sättigendes Essen extrem wichtig.
 
Da war ein einfach zubereitbares, aber sättigendes Essen extrem wichtig.
  
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Eine Alternative zum Sterz waren die Raunken - eine Art Schnecken - ebenfalls von den Holzknechten zubereitet wurden. Dazu wurde Teig im ganz heissem Schmalz herausgebacken. Wichtig war die hohe Temperatur des Fettes, da die Raunken sonst  nicht "aufgegangen" sind.
 
Eine Alternative zum Sterz waren die Raunken - eine Art Schnecken - ebenfalls von den Holzknechten zubereitet wurden. Dazu wurde Teig im ganz heissem Schmalz herausgebacken. Wichtig war die hohe Temperatur des Fettes, da die Raunken sonst  nicht "aufgegangen" sind.
 
Raunken-Teig besteht aus Mehl, Salz und Wasser.
 
Raunken-Teig besteht aus Mehl, Salz und Wasser.
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Diese rutschbahnartigen Rinnen aus Holz wurden für abgeschlagene Baumstämme, als Arbeitserleichterung verwendet.
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Die letzten Holzriesen waren in Melkstatt,

Version vom 24. Juli 2009, 14:39 Uhr

Holzknechsterz über offenem Feuer

Holzknechtsterz über offenem Feuer

Holzknechtsterz ist ein altes traditionelles Essen der Waldarbeiter im Dirndltal. Es wurde schon vor mehr als 300 Jahren von den Holzknechten zur Verpflegung im Wald gekocht.

Arbeitszeit der Holzknechte

Die Holzknechte arbeiteten meist von Montag bis Samstag je 12 Stunden lang. Damals sind die Waldarbeiter am Montag in den Wald zur Arbeit gegangen und haben dort in einfachsten Unterkünften bis Samstag gelebt. Diese Unterkünfte mussten vor allem winterdicht sein. Am Samstag abend ging es wieder nach Hause - nicht immer - man blieb auch fallweise 2 Wochen im Wald. Da war ein einfach zubereitbares, aber sättigendes Essen extrem wichtig.

Zubereitung von Holzknechtsterz

Sterzkochen in der Sterzhütte

Die Zutaten sind haltbar und einfach:

  • Erdäpfel
  • etwas Salz
  • etwas Mehl
  • Schweineschmalz

Die geschälten, scheibenartig geschnittenen Erdäpfel werden im Schmalz knusprig angebraten und dann mit etwas Mehlgmachtl gebunden. Das Mehlgmachtel ist nur Wasser und Mehl. Es ist flüssig.

Das typische Getränk zum Essen war bei der Waldarbeit schwarzer Kaffe. Was auch immer in dieser Zeit 'schwarzer Kaffe' war: meist waren es Kaffeersatzstoffe wie Ziguri (Zichorien- oder Wegwarte-Wurzel) gerösteten Eicheln und manchmal auch mit etwas Bohnenkaffe.

Zur Geschichte des Holznechtsterzes

Holzknechtessen

Es war das typische Essen. leicht zu kochen Inkredienzien:

Dazu gab es das Holzknechtgetränk:
schwarzen Kaffee - die ganze Woche !

Die Wiederentdeckung des Sterzes

Für die Schwarzenbacher Feuerwehrfeste (Schwarzenbach an der Pielach) hat Anfang der 80ziger Jahre der damalige Kommandant Anton Gruber eine urige Holzknechthütte gebaut. Diese erfreute sich sofort großer Beliebtheit. Bei den Festen konnten die Besucher den alten Holzknechten, welche die Sterzzeit im Wald sebst mitgemacht hatten, beim Sterzkochen zusehen. Der Sterz ist eine rustikales Speise und hilft bei übertriebenem Alkoholkonsum.
Vom Erfolg dieser Aktion angesteckt, hat der rührige Bauer und Betreiber des Bergbauernmuseums in Frankenfels, Duder, das Sterzkochen in seiner neuen Holzknechthütte im Haus Stein auch touristisch angeboten.

Raunken

Eine Alternative zum Sterz waren die Raunken - eine Art Schnecken - ebenfalls von den Holzknechten zubereitet wurden. Dazu wurde Teig im ganz heissem Schmalz herausgebacken. Wichtig war die hohe Temperatur des Fettes, da die Raunken sonst nicht "aufgegangen" sind. Raunken-Teig besteht aus Mehl, Salz und Wasser.

Holzriesen

Holzriesen waren bis zu einem km lang. Diese rutschbahnartigen Rinnen aus Holz wurden für abgeschlagene Baumstämme, als Arbeitserleichterung verwendet. Die letzten Holzriesen waren in Melkstatt,