Stierwaschboden: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Mariazellerbahn hat als Besonderheit eine Betriebsfreqzuenz von 25 Hertz. Die vergleichsweise niedrige Netzfrequenz resultiere aus der technologischen Entwicklung der ersten elektrischen Maschinen: Man konnte Anfang des 20. Jahrhundert elektrische Maschinen größerer Leistung nur bei diesen niedrigen Frequenzen bauen. Diese technologische Beschränkung existiert seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts nicht mehr, wegen des hohen Umstellungsaufwandes wird diese Eigenheit allerdings beibehalten. Die heute übliche Frequenz des österreichischen Bahnnetzes beträgt 16,7 Hertz, das ist ein Drittel der Frequenz des Lichtstromnetzes, das mit 50 Hertz betrieben wird. | Die Mariazellerbahn hat als Besonderheit eine Betriebsfreqzuenz von 25 Hertz. Die vergleichsweise niedrige Netzfrequenz resultiere aus der technologischen Entwicklung der ersten elektrischen Maschinen: Man konnte Anfang des 20. Jahrhundert elektrische Maschinen größerer Leistung nur bei diesen niedrigen Frequenzen bauen. Diese technologische Beschränkung existiert seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts nicht mehr, wegen des hohen Umstellungsaufwandes wird diese Eigenheit allerdings beibehalten. Die heute übliche Frequenz des österreichischen Bahnnetzes beträgt 16,7 Hertz, das ist ein Drittel der Frequenz des Lichtstromnetzes, das mit 50 Hertz betrieben wird. | ||
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− | Diese Frequenz stellt ein Optimum im Elektromotorenbau zwischen Eisen und Kupferverlusten dar. Der Schritt von 50 auf 25Hz war also nachträglich betrachtet absolut richtig. Das | + | Diese Frequenz stellt ein Optimum im Elektromotorenbau zwischen den sogenannten Eisen- und Kupferverlusten dar. Der Schritt von 50 auf 25Hz war also nachträglich betrachtet absolut richtig. Das Krafwerk ging 1910 in Betrieb und speiste die Mariazellerbahn inklusive einiger nahe beim Bahnhof gelegener Gebäude. So hatten auch wir im Steinschalerhof ursprünglich ein 25-Hertz Netz. Im Jahr 1953 erfolgte die Umstellung auf 50 Hertz. |
Version vom 21. Juli 2009, 09:22 Uhr
Stierwaschboden ist das Kraftwerk, das jahrzehntelang die Mariazellerbahn betrieben hat. Es wurde 1907 beim Beschluss die Mariazellerbahn elektrisch zu betreiben, sofort geplant und gebaut. Bis heute führt keine Straße zum Kraftwerk, sondern nur ein Gehweg. Das gesamte Baumaterial inklusive der schweren Turbinen und Generatoren wurde fast 400 Höhenmeter vom Marienstein mit Seilen den Hang zur Baustelle hinuntergelassen. Heute noch ist diese Schneise am Marienstein erkennbar. Das Kraftwerk Stierwaschboden ist gegen Voranmeldung zu besichtigen. Es ist heute das älteste Kraftwerk der NÖ Elektrizitätsversorgungsgesellschaft (die "Keimzelle" der EVN). Heute ist das Kraftwerk über einen Schrägaufzug von Wienerbruck erreichbar. Wesentlich schöner ist aber eine Wanderung Wienerbruck-Marienstein-Stierwaschboden und zurück. Dies ist eine Ausflugstour wo sich die Mariazellerbahn als Wanderbahn sehr bewährt und die interessante Bahnfahrt mit einer attraktiven Wanderung kombiniert wird.
25 Hertz
Die Mariazellerbahn hat als Besonderheit eine Betriebsfreqzuenz von 25 Hertz. Die vergleichsweise niedrige Netzfrequenz resultiere aus der technologischen Entwicklung der ersten elektrischen Maschinen: Man konnte Anfang des 20. Jahrhundert elektrische Maschinen größerer Leistung nur bei diesen niedrigen Frequenzen bauen. Diese technologische Beschränkung existiert seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts nicht mehr, wegen des hohen Umstellungsaufwandes wird diese Eigenheit allerdings beibehalten. Die heute übliche Frequenz des österreichischen Bahnnetzes beträgt 16,7 Hertz, das ist ein Drittel der Frequenz des Lichtstromnetzes, das mit 50 Hertz betrieben wird.
Optimale Frequenz
Diese Frequenz stellt ein Optimum im Elektromotorenbau zwischen den sogenannten Eisen- und Kupferverlusten dar. Der Schritt von 50 auf 25Hz war also nachträglich betrachtet absolut richtig. Das Krafwerk ging 1910 in Betrieb und speiste die Mariazellerbahn inklusive einiger nahe beim Bahnhof gelegener Gebäude. So hatten auch wir im Steinschalerhof ursprünglich ein 25-Hertz Netz. Im Jahr 1953 erfolgte die Umstellung auf 50 Hertz.